Oncidium hastilabium Hybride

Nach über 4 Monaten ist jetzt eine interessante Orchideenhybride bei mir verblüht. Ich habe sie einmal vor Jahren von Alex Portilla als Oncidium hastilabium gekauft. Es hat sich aber herausgestellt es ist eine Kreuzung zwischen Oncidium hastilabium x leucochilum. Interessanterweise hat sich aber der lange Blütenstand von Oncidium hastilabium genetisch durchgesetzt. Die Rispe ist verzweigt und 2,20 m lang, sie hatte ungefähr 80 Blüten. Pflege Kalthaus, sobald der Neutrieb erscheint (bei mir im Spätsommer) mit stickstoffbetonendem Dünger gießen.

Oncidium hastilabium x leucochilum
Oncidium hastilabium x leucochilum

Noch einmal Coelogyne pandurata

Jetzt steht auch die zweite Rispe von Coelogyne pandurata in voller Blüte. Leider hält eine solche Rispe maximal 14 Tage. Trotzdem ist sie eine der spektakulärsten Orchideen und ihre Blüte ist ein Highlight im Orchideenjahr. Nur wenn die Bulben eine ausreichende Größe erreichen, werden im Neutrieb des Folgejahres die Blütenstiele erscheinen.

Coelogyne pandurata
Coelogyne pandurata

Orchideenkultur I

Unsere Orchideen stehen und hängen in einem Gewächshaus der Firma Krieger- Herdecke. Die Bedachung besteht aus Doppelstegplatten (Macralon), welche UV Licht durchlassen. Leider bildet sich an den Innenseiten im Laufe der Jahre eine Algenschicht, die regelmäßig entfernt werden müsste. Was aber nicht immer geschieht, weil das Ausräumen sehr aufwendig ist.

Das Haus ist in eine temperierte und eine kalte Abteilung unterteilt.

Seit einigen Jahren versuche ich so wenig wie möglich zu schattieren, es blühen jetzt auch Orchideen, die vorher nur durch ihre Anwesenheit glänzten. Trotzdem ist die Hitze in einer solchen Kleinanlage immer ein Problem, deshalb nehme ich im Hochsommer weniger Licht in Kauf und bringe Schattiergewebe an.

Blick ins Gewächshaus
Blick ins Gewächshaus

 

Düngung erfolgt mit Orchid Focus Grow und Bloom.

Die aufgebundenen Orchideen werden täglich angesprüht. Im Winter alle 2-3 Tage, denn trockene Heizungsluft ist den teilweise sehr kleinen Montagen nicht zuträglich.

Im Winter bei niedrigen Temperaturen ist eventueller kaltes Tropfwasser ein Problem, führt die Blattflecken.

Gleiches gilt für nicht sauberes Gießwasser, welches zu Bakterien- und Pilzinfektionen führt.

Wichtig für Orchideen ist der Luftaustausch bzw. die Luftbewegung. Dies stellt im Winter ein Problem dar, da man ja die wertvolle Wärme nicht verlieren möchte.

IMG_2659Kultiviert wird auf Korkeichenstücken, Weinreben oder Holunderästen mit oder ohne Sphagnumunterlage. Die getopften Orchideen stehen meist in einem guten Rindensubstrat z.B. von der Firma Currling Orchideen.

Dendrobium Hibiki

Die Dendrobium Hybride Hibiki (D. bracteosum x laevifolium) stellt eine sehr dankbare, reichblühende Bereicherung der Orchideensammlung dar, besonders wenn man die Dendrobien aus PNG mag. Der Vorteil dieser Hybride sie ist, anders als viele Arten, sehr pflegeleicht. Sie wird bei mir im kleinen Topf sehr hell im Dachfirst des Gewächshausers kultiviert. Sie wurde als Jungpflanze bei den Schwertern gekauft und zeigt einen guten Zuwachs. Sie blüht aus den alten, blattlosen Bulben, meist endständig. Die Blüten halten sehr lange (über 3 Monate).IMG_2264

Dendrobium sulawesi x cuthbertsonii Weitere Farbvarianten

Kürzlich habe ich einen Orchideenfreund besucht, auch er beschäftigt sich mit den neuen Hybriden aus PNG. Dabei sind mir diese Farbvarianten von Dendrobium sulawesi x cuthbertsonii aufgefallen.

Übrigens ist Dendrobium sulawesi der falsche Name, erstveröffentlicht wurde Dendrobium glomeratum.

Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii
Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii
Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii
Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii
Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii
Dendrobium glomeratum x cuthbertsonii

Gestern in Schwerte – Neue PNG-Hybride

Habe gestern in der Orchideengärtnerei Schwerter Orchideenzucht eine spektakuläre neue Hybride entdeckt. Sie passt zu den anderen Hybriden, die mit Arten aus PNG gekreuzt wurden. Ihr Name: Dendrobium melianthum x cyanocentrum. Ist eine kleine Pflanze, die wohl viele Triebe erzeugen kann. Zur Kultur kann ich im Moment nichts sagen, vermute aber temperierte Bedingungen und hellen Standort.

Dendrobium melianthum x cyanocentrum
Dendrobium melianthum x cyanocentrum

 

Thunia Gattonensis

Vor vielen Jahren erhielt ich von einem Orchideenfreund Thunia albida. So wird sie auch in vielen älteren Orchideenbüchern bezeichnet. Aber was da mit einer rosa Lippe blüht, ist Thunia Gattonensis (Thunia majorensies  x Thunia winniana), sie wurde 1917 von Coleman registriert. Wird im Winter ohne Substrat gelagert und im Frühjahr, wenn der Neutrieb erscheint, in nährstoffreiches Substrat eingepflanzt und regelmäßig gedüngt.

Jetzt blühen die Pflanzen, allerdings dieses Jahr wegen der Hitze mit etwas kleineren Blüten. IMG_7335

Lichtmessung mit PAR Messgerät

In der Vergangenheit wurde Licht auch in Orchideenkulturen mit einem Luxmeter gemessen. Luxmeter messen in Spektralbereichen von 500-600 nm. Dies ist ein Spektralbereich der auch vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Pflanzen jedoch benutzen Licht aus dem Spektralbereich von 400-700nm. Dieses Licht wird als PAR (Photosynthetically Active Radiation) bezeichnet. Verschiedene Wellenlängen führen zu verschiedenen Reaktionen der Pflanze Wellenlängen um 400 nm führen zur Verkürzung der Interludien und einem gedrungenem Wachstum, Wellenlängen um 700 nm führen zum Streckungswachstum.

Das Lichtmessgerät LightScout DLI 100 misst sowohl die momentane Strahlung als auch die Strahlungsmenge innerhalb von 24 Stunden bezogen auf eine Fläche von einem Quadratmeter.

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Überraschend ist, das Gerät ermittelt eher kleine Lichtsummen sobald eine Schattierung angebracht ist. Laelien und Cattleyen können mit solchen Tageslichtmengen nicht zur Blüte kommen. Der Hersteller gibt für Phalaenopsis den Wert 10 mol, jede Quadratmeter und Tag an. Und das wird bei mir nur an sonnigen Tagen ohne Schattierung erreicht. Aber Achtung: Der Wert bezieht sich auf die Gewächshaustischghöhe. Oben im Dach kann das ganz anders sein. Allerdings hängen  im Dachfirst  Laelien und Ascocentrum, welche deutlich höhere Werte so um die 30 mol benötigen um sicher zu blühen.

Das Gerät kann von der Firma Stepsystems GmbH bezogen werden.