Dendrobium delacourii dankbarer Blüher im Sommer

Kommt aus Myanmar, Thailand, Laos und Vietnam in  Höhenlagen von 800 – 1300 m in laubabwerfenden Wäldern. Benötigt volle Sonne.

Dendrobium delacourii

Ich habe festgestellt, aufgebunden wächst sie besser. Blüht im Sommer aus der Mitte des Neutriebs also terminal. Ruhezeit mit weniger Wasser aber trotzdem hell im Winter nach Abschluss des Triebes. Dieser sollte während und nach der Blüte gedüngt werden, damit er kräftig wird. Denn nur kräftige Altbulben führen im nächsten Frühjahr zu kräftigem Austrieb mit mehrblütigen Infloreszenzen.

Dendrobium lowii

Vor einigen Jahren habe ich schon einmal Dendrobium lowii kultiviert, es muss eher warm gehalten werden und ist zusätzlich besonders anfällig für Fusarium (Pilzerkrankung, die von der Basis aus die Pflanze tötet). Jetzt gibt es in Schwerte wieder einmal Pflanzen davon. Ich konnte nicht widerstehen und habe ein aufgebundenes Stück gekauft.

Dendrobium lowii

Dendrobium lowii stammt von der Insel Borneo, genauer aus Sarawak,  aus Höhenlagen von 600 bis 1000 m über NN. Wurde von Lindley 1861  für den Orchideensammler Hugh Low benannt. Die Triebe wachsen etwas zigzag förmig, sind schwarz behaart und gehören somit in die Formosae Gruppe. Erfahrungsgemäß ist deren Kultur heikel. Besonders die Neutriebe faulen gern aus. Die Blüten erscheinen in Trauben bis zu 7 Blüten, welche leider höchstens vier Wochen halten.

Dendrobium lancifolium

Was ich bei meiner PNG Reise nicht geschafft habe, ist mir jetzt in der Gärtnerei in Schwerte gelungen, ich habe Dendrobium lancifolium gefunden; bzw. Guido Schöttler hat mich darauf aufmerksam gemacht. Ursprünglich kommt die Pflanze von 70-1900 m Höhe vor, hat also auch bezüglich der Temperaturführung einen großen Toleranzbereich. Wurde 1834 von A.Rich. beschrieben.

Dendrobium lancifolium

Blüte soll an blattlosen Trieben erscheinen, in Trauben von bis zu vier, der Blütendurchmesser beträgt 2 bis 4 cm. Über die Trieblängen gibt es unterschiedliche Angaben, schätze mal bis 80 cm mit mehreren Verzweigungen. Name beschreibt die schwertähnlichen Blätter!

Erfreulich finde ich aber, dass es sich bei den Pflanzen in Schwerte um Nachzuchten handelt.

 

Angulocaste Hybride (Lycaste dowiana x Anguloa clowesii)

Bei der Auflösung des Orchideenbetriebs von Ohligs am Niederrhein habe ich diese Hybride gekauft. Obwohl diese Gattungen gar nicht meine Zielrichtung beim Orchideensammeln sind, muss mich wohl damals die Blüte ziemlich fasziniert haben.

Jetzt wo sie wieder blüht, kann ich verstehen, warum ich sie damals kaufte.

Die Pflanze steht in grobem Rindensubstrat in einem Tontopf. Die Blüten erscheinen an der Basis der blattlosen Bulben zusammen mit dem Neutrieb und halten bis zu vier Wochen (wenn es nicht zu warm ist). Nach der Blüte wird mehr gewässert und gedüngt damit die Bulben für das nächste Jahr kräftig ausgebildet werden. Nur dann sind Blüten möglich. Im Winter muss die Pflanze etwas trockener stehen, damit die Bulben nicht faulen.

Dendrobium moschatum?

Vor vielen Jahren habe ich diese Orchidee bei Marie Karge gekauft. Sie war und ist immer noch aufgebunden, die Triebe waren blattlos und zeigten nach unten. Also dachte ich an eine eher hängende Wuchsform. Als nach zwei Jahren der Neutrieb kam, zeigte dieser nach oben, also eine aufrechte Wuchsform. Auch dieses Dendrobium ist mit einer schuhförmigen Lippe ausgestattet. Blüten halten ca. 10 Tage. Infloreszenz ist mehrblütig (5-10).

Dendrobium moschatum

Name stammt von Swartz, der sie schon 1805 beschrieb, sie soll nach Moschus duften. Höhenlage 300m bis 900m, Kultur also mehr zum Warmen hin. Assam (Indien), Hainan, Bhutan, Laos sind Herkunftsländer.

Dendrobium crysocrepis

Nur wenige Dendrobien haben als Besonderheit einen Schuh als Lippe. Die hier vorgestellte Art ist so eine. Sie stammt aus China, Myanmar, Thailand, Höhenlage ungefähr 1400m in Wäldern auf Kalk, wurde von Parish & Rchb.f. 1872 beschrieben.

Dendrobium crysocrepis

Kultur kleiner Topf, grobes Substrat, wenn das Substrat  durchgetrocknet ist, durchdringend  wässern, vorsichtig düngen nur während des Wachstums. Selten in Kultur und Handel.

Dendrobium aurantiflammeum

Auch so ein Dendrobium von Borneo, welches ich lange gesucht habe, eine Art,  die ziemlich spektakulär ist. Und schwierig in der Kultur. Habe vor vielen Jahren schon mal eine Pflanze gehabt, die nach einiger Zeit an der Basis gelb wurde und nicht mehr austreiben konnte. Wahrscheinlich war das  eine Fusariuminfektion.

Dendrobium aurantiflammeum

Meine heutige Pflanze ist eine Nachzucht und stammt wieder einmal aus Schwerte. Sie sitzt in einem kleinen Topf und hat nachdem sie letztes Jahr zwei Neutriebe brachte, jetzt an Alttrieben Blütenknospen gebildet, die im Moment blühen. Dazu treibt sie munter Neutriebe. Das könnte an der momentanen Wärme in meinem Gewächshaus liegen.

Die Art kommt in 900-1400m Höhe  in Bergwäldern und Mooswäldern vor und soll angeblich warm bis kühl kultiviert werden können. Ich vermute es ist besser sie wärmer zu kultivieren. Sie verträgt Dünger in der üblichen Konzentration.

Dendrobium aurantiflammeum wurde 1998 von Jeffrey Wood (leider vor Kurzem verstorben) beschrieben, der Artname bedeutet orange flammig.

 

Dendrobium azureum entdeckt

Vor einigen Jahren hat Andre Schuiteman von Kew Gardens anhand eines Romans, eines Abenteuerberichts aus den 1950er Jahren eine blaues Dendrobium beschrieben. Da es noch niemand gesehen hat,  wurde es lediglich als Herbarabzeichnung illustriert. Vergangenes Jahr ist diese Orchidee auf der Insel Waigeo Island in West Papua entdeckt worden. Im Netz kursiert ein Video vom Standort.

 

Cuitlauzina pendula nicht einfach aber schön

Diese Orchidee befindet sich schon lange in meiner Sammlung. Nicht in allen Jahren gelingt es einen Blütenstiel zu erhalten. Mal fressen Schnecken den zarten Ansatz weg, mal fehlt das Licht. Dieses Jahr hat es wieder einmal geklappt.

Cuitlauzina pendula

Pflanze wurde 1825 von Llave & Lex für Mexiko beschrieben, kommt in Höhenlagen von 1400 bis 2200m vor. Also eher kühl in der Kultur. Wird im Teichkörbchen mit grobem Rindensubstrat sehr hell kultiviert. Nicht Wässern bevor der Blütentrieb erscheint. Sobald nach der Blüte am Neutrieb auch Wurzeln erscheinen, sollte die Pflanze gedüngt werden.

Hat in ihrer wechselvollen Geschichte auch schon mal zu Odontoglossum gehört.

Dendrobium clavatum oder chryseum

Immer auf der Suche nach selteneren Dendrobien habe ich vor einigen Jahren aus einem Import der Schwerter Orchideenzucht die oben genannte Pflanze erhalten. Sie ist aufrecht, ungefähr 50 cm hoch, hat schlanke Bulben, die an vorjährigen dann blattlosen Bulben mit 4 bis 6 Blüten blühen. Kultur im kleinen Topf, durchlässiges Substrat. Düngen während des Wachstums und reichlich Wässern. Vorkommen der Pflanzen deutet auf kühle Kultur hin.

Pflanze stammt aus Indien bis China aus Höhenlagen von 1000 bis 2150 m. Wächst als Epiphyt oder als Lithophyt, dann auf sandigen Standorten am Südhang von Felsen.

Dendrobium clavatum

Von Rolfe 1888 als Dendrobium  chryseum beschrieben 1851 von Lindley als Dendrobium  clavatum.