Dendrobium trantuanii Nachzucht

Wurde 2003 von Holger Perner und einem Herrn Dang aus Vietnam für eben dieses Land beschrieben. Kommt im Nordwesten Vietnams in ziemlich trockenen Breitblatt-Regenwäldern in Höhen zwischen 800 und 1000 m vor. Wird aufgebunden kultiviert;  auf Kork mit etwas Moosunterlage. Regelmäßig gedüngt und hell aufgehängt. Nachzuchten wachsen deutlich besser. Wobei lediglich kurz nach der Entdeckung überhaupt gesammelte Pflanzen auf dem Markt waren. Bei der Beschreibung entbrannte damals ein Streit zwischen Holger Perner und Leonid Averyanow. Letzterer warf Holger vor, die Pflanze illegal über die Grenze geschafft zu haben, da Holger damals schon in China lebte. Trotzdem blieb nach vielen öffentlichen Briefwechseln der Name, der sich auf den Finder bezieht, gültig. Die Pflanzen sind eigentlich ziemlich klein, die Blüten dafür groß und sehr lange haltbar. Sie haben eine feste wachsartige Textur.

 

Dendrobium x delicatum

Jetzt blüht sie wieder einmal und das hängt immer auch von der Beleuchtung und den nötigen kühlen Temperaturen im Winter ab. Inzwischen habe ich eine ziemlich große Pflanze,  leider blüht sie nicht aus allen Trieben. Warum kann ich nicht ergründen. Ähnlich wie D. kingianum kommt sie früher oder später durch Ableger in jede Sammlung. Leider sind die Blüten dieser beiden Orchideen eher klein, aber im Fall von D. x delicatum kommt ein Duft besonders in den Morgenstunde dazu.

Dendrobium x delicatum

Die Hybride soll Dendrobium kingianum x tarberi sein, sie wurde 1902 von Bailey als Dendrobium x delicatum beschrieben.

Dendrobium wardianum

Kommt aus Yunnan, Assam, Myanmar, Thailand und Vietnam aus Höhenlagen von 1000 – 2000 m über NN. Wächst als Lythophyt oder Epiphyt und  hat bis 60 cm lange Triebe.  Bis zu 3 Blüten an blattlosen Vorjahrestrieben, meist am vorderen Ende des Triebes. Je dicker der Trieb, desto mehr Blüten werden gebildet.  Blütezeit Winter bzw. Ende des Winter. Benötigt keine Ruhezeit, scheint temperiert gut zu wachsen. Während des Triebwachstums gut wässern und düngen. Benannt nach Ward einem Orchideenliebhaber aus England, der im 18.Jahrhundert lebte.

Dendrobium wardianum

Dendrochilum charisae

Durch Kontakte auf die Philippinen kommen immer wieder einmal auch etwas seltenere Orchideen in meine Sammlung, werden dann irgendwie mit gepflegt und machen aber von Zeit zu Zeit mit Blüten auf sich aufmerksam. Die Pflanze stammt sehr wahrscheinlich aus Budkinon auf Mindanao und wächst angeblich als Epiphyt auf 1400 m über NN. Kultur im  kleinen Topf mit Rindensubstrat. Blüht mit dem Neutrieb.

Dendrochilum charisae
Pflanze ist klein aber reichblütig

Dendrobium Yamamoto Hybride blüht fast immer

Aus einer Sammlungsauflösung hat sich vor vielen Jahren eine Yamamoto Hybride in unsere Sammlung verirrt. Die Pflanze ist sehr wüchsig und kann aber auch schon als kleine Jungpflanze blühen. Besonders ist an ihr, dass die Blüten über vier Wochen halten. Bei kühlem Stand sogar 8 Wochen. Die Pflanze lässt sich warm, temperiert aber auch kühl halten. Wobei warm und hell natürlich schnell zu großen Bulben führt. Die Pflanze kann tatsächlich mehrmals im Jahr blühen. Meist an älteren blattlosen Bulben. Das kann allerdings auch an meiner Kultur liegen, denn Yamamotohybriden blühen auch an Bulben mit Blättern.

Die Hybriden stammen aus der Gärtnerei von Jiro Yamamoto, die 1952 gegründet wurde und in der tetraploide Dendrobium nobile Hybriden erzeugt wurden. Die in den 1960 und 70er Jahren auch in Deutschland im Handel waren; z.B. bei  der Lemförder Orchideenzucht. Ich meine mich zu erinnern, dass diese Pflanzen auf Hawaii kultiviert worden waren. Inzwischen sind sie nicht mehr so oft in Sammlungen anzutreffen.

Maxillaria picta

Wie hier schon mal erwähnt, gibt es durch Sammlungsauflösungen oder Geschenke immer wieder einmal auch südamerikanische Orchideen in meiner Sammlung.

Maxillaria picta ist ein Beispiel dafür. Sie stammt aus Brasilien und Argentinien. Soll von kühl bis warm kultivierbar  sein. Hat eiförmige Bulben und lanzettlige Blätter; sowie  fleischige Wurzeln, lässt sich gut aufgebunden kultivieren. Habe sie jetzt auf Kork mit etwas Sphagnumunterlage. Sie bekommt an warmen Tagen täglich Wasser. Blüten erscheinen im Winter. Kurz danach werden auch die Neutriebe gebildet. Blüten bilden sich nach einer etwas trockeneren, kühleren, helleren Ruhezeit. Vorsicht Triebe sind an der Verwachsungsstelle mit der Bulbe anfällig für Stabläuse (Wollläuse), welche die Blätter aussaugen und so zu deren Verlust führen können.

Maxillaria picta

Dendrobium chittimae in Schwerte

Ein Besuch in der Orchideengärtnerei in Schwerte fördert immer mal wieder auch eher seltene Orchideen zutage. Guido Schöttler machte mich auf diese sogar duftende Dendrobium Orchidee aufmerksam. Sie stammt aus dem sehr umfang- und artenreichen Nachzuchtprogramm der Gärtnerei.

Obwohl als große Orchidee beschrieben, blühen in Schwerte die kleinen Sämlinge.

Dendrobium chittimae

Die Pflanze wurde erst 1997 von Seidenfaden für Thailand, Laos und Vietnam beschrieben, soll von warm bis kühl kultivierbar sein, da keine Verbreitungsangaben zu finden sind, könnte das stimmen. Angeblich ist eine kurze Ruhephase mit weniger Wasser zur Blütenbildung im Februar notwendig. Blüte an blattlosen Trieben. Blütezeit Februar. Name nach der Frau eines thailändischen Orchideengärtners.

Bulbophyllum medusae

Dieses aus Südostasien stammende Bulbophyllum ist ganz bestimmt eine meiner Sehnsuchtsorchideen. Nachdem ich sie vor vielen Jahren anlässlich eines Besuches im Singapur Orchideengarten in Topkultur gesehen hatte, wollte ich sie unbedingt auch kultivieren. Weil ich aber besonders im Winter keine hohen Temperaturen im Gewächshaus habe, ist diese Orchidee nicht in einem so guten Kulturzustand. Trotzdem hat sie dieses Jahr nämlich im Moment geblüht. Allerdings ist die Blüte nicht groß bei meinem Exemplar und ähnelt eher Bulbophyllum vaginatum. 1842 von Lindley als Cirrhopetalum beschrieben, dann 1861 von Reichenbach zu Bulbophyllum gestellt. Kultur warm, hell, aufgebunden oder im Topf.

Bulbophyllum medusae

 

Dendrobium annae neu in meiner Sammlung

Die Firma Akerne in Belgien hat vor einigen Jahren diese Dendrobium in ihrer Anzeige verwendet, ich hatte es vorher noch nie irgendwo gesehen, weder auf Ausstellungen noch in irgendeiner Abbildung in Büchern oder Orchideenzeitschriften, dann aber wieder aus den Augen verloren.  Anlässlich der Beschreibung des Dendrobium nafisae im Orchideenjournal war in der Beschreibung als nahe Verwandte der neuen Orchidee wieder von Dendrobium annae die Rede. Da ich zu diesem Zeitpunkt sowieso eine Fahrt zu einem Orchideenfreund in Belgien plante und Kenneth Bruynincks von Akerne  diesen Orchideenfreund an eben diesem Tag auch besuchte wollte, bestellte ich mir eine Pflanze, die nach über 7 Monaten jetzt das erste Mal blüht.

Dendrobium annae

Die Pflanze stammt aus Java und Sumatra, sie soll mittelgroß bis groß sein. Die Blüten entstehen endständig und sind ungefähr 5 cm im Durchmesser. Die Beschreibung erfolgte 1905 von J.J. Smith; der Name bezieht sich auf eine Anna.

Kultur im Topf in durchlässigem Substrat, temperiert und hell aufgehängt. Regelmäßig düngen. Neutriebe sind anfällig für Blattläuse und wahrscheinlich auch für Rote Spinne. Inzwischen habe ich eine zweite Pflanze von der Schwerter Orchideenzucht. Da die Pflanze mehrmals im Jahr blüht, ist sie für die Sammlung eine Bereicherung. Die Blüten halten ca. 3 Wochen.