Coelogyne mooreana x cristata

Diese Hybride blüht zwar mehrmals im Jahr, immer wenn sie kräftige Neutriebe bildet, aber oft blüht sie auch um Weihnachten kurz vor der Blüte von Coelogyne cristata. Trotz der sehr mäßigen Lichtversorgung haben jetzt zwei Pflanzen sehr schön geblüht. Sie bringen mit ihren dottergelben Lippen eine eigenartige Fröhlichkeit in diese trüben Wintertage. (Die Hybride hat den Namen  Mem. Wilhelm Micholitz und erinnert an diesen bekannten Orchideensammler, der von  1854 bis 1932 lebte und auch für Frederick Sander sammelte.) Herbert Reisinger hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Hybridenname Linda Buckley ist. Da bin ich einer falschen Internetquelle aufgesessen.

Coelogyne Mem. Wilhelm Micholitz

Kultur der Pflanze kühl, möglichst hell, nach der Blüte bildet die Pflanze mit Hilfe der  blütenumhüllenden Blättern eine neue Bulbe, diese sollte möglichst groß sein, damit der nächste Neutrieb wider Blüten trägt. Also während des Bulbenwachstums reichlich Wasser und Dünger.

Coelia bella wieder einmal in Blüte

Vor einigen Jahren habe ich bei meinem Orchideenfreund Andreas Stockelbusch, der inzwischen in Thailand lebt, eine Orchidee gekauft, die mir besonders wegen ihrer kugelförmigen Bulben gut gefallen hat.

Im jetzt zu Ende  gehenden Jahr habe ich meine Orchideen mehr gedüngt. Manche, wie diese  Pflanze, haben dies gut vertragen und entsprechend viele Blüten ausgebildet.

Coelia bella

Kultur im Topf in grobem Rindensubstrat, während des Triebwachstums reichlich düngen. Temperatur temperiert also 18°C am Tag, ca. 15°C Nachts.

Duftet nach Amaretto.

Pleurothallis teaguei

Noch aus der Zeit meiner besonderen Faszination für südamerikanische Orchideen stammt diese Pleurothallis. Sie wurde 1996 von Luer für Teague, einen amerikanischen Botaniker beschrieben.  Die Pflanze stammt aus Ecuador, wächst in Höhenlagen zwischen 750 und 1600m Höhe. Die Pflanze kann offenbar von kühl bis warm kultiviert werden. Sie gilt als große Pflanze, wohl weil die Stiele und das große Blatt über 50 cm hoch werden können. Die Blüten erscheinen zu mehreren auf dem Blatt. Solange das Blatt grün ist,  können aus alten Blütenanlagen neue Blüten generiert werden.

Pleurothallis teaguei

Ich kultiviere meine Pflanze in einem Holzkörbchen mit zu wenig Wasser, denn sie hat nur wenige Blätter. Trotzdem blüht sie jetzt wieder einmal.

Zwischenzeitlich war die Pflanze mal eine Acronia,scheint aber jetzt wieder eine Pleurothallis zu sein.

Vanda tricolor

Zur Einweihung meines Gewächshauses vor mehr als 10 Jahren hat mir ein Orchideenfreund eine Vanda tricolor geschenkt. Sie hat sich bei mir stark verzweigt und nimmt viel Raum ein. Trotzdem blüht sie nur selten, das hat wohl mit dem Licht zu tun. Und eventuell auch mit der Wasser und Düngerversorgung. Seit einiger Zeit dünge ich meine Orchideen wöchentlich. jedenfalls im Sommer. Nach Messungen mit ungefähr 600 Mikrosiemens Salzgehalt. Der Dünger wie gehabt Orchid Focus aus Großbritannien. Dazu verwende ich noch Chelsea Hormontropfen. Na ja kann auch Aberglaube sein, aber ich bilde mir ein es bewirkt etwas, mehr Wurzeln, kräftigere Triebe und natürlich Blüten.

Vanda tricolor

Vanda tricolor stammt aus West Java aus Höhenlagen von 700 – 1600m Höhe, Pflanze hat ca. 25 cm lange Blätter und der Blütenstand kann 6-9 Blüten haben. Die Blüten duften schwach süsslich. Kultur warm bis kalt. Ich schätze einmal, dass sie deshalb bei mir so gut gedeiht. Die Pflanze lässt sich leicht durch Kopfstecklinge vermehren, die allerdings möglichst eine oder mehrere Wurzeln haben sollten.

Dendrobium fytchianum

Es gibt Orchideen bei denen ich meine Regel immer nur maximal 3 Exemplare davon zu kaufen breche.

Dendrobium fytchianum ist eine davon. Leider gibt bzw. gab es immer nur thailändische oder taiwanesische Frischimporte davon. Und immer sind diese innerhalb von maximal einem Jahr verstorben, wahrscheinlich an Fusarium. Mein letztes Exemplar davon hat sogar 2 Jahre überlebt und ich hatte gehofft, ich könnte die Pflanze sogar noch länger kultivieren. Bei mir hell und warm im First aufgehängt. Im Winter weniger Wasser.

Dendrobium fychtichianum

Die Pflanze stammt angeblich aus Malaysia und Myanmar kommt in Höhenlagen von 46 – 610 m vor. Pflanze ist mittelgroß bis ca. 40 cm mit lanzettligen Blättern. Blüten in Trauben von 5 bis 15 Stück. Angeblich in den Ursprungsländern eine Schnittblume, weil die Blüten so attraktiv sind und lange halten. Es gibt eine nahe Verwandte davon mit runderen Blüten. Sie trägt den Namen D. barbatulum. 

Der Name fytchianum bezieht sich auf eine englischen General in Myanmar. Die Pflanze wurde 1864 von Bateman beschrieben.

Ich wünschte es gäbe einmal wüchsige Nachzuchten, dann würde ich es noch einmal probieren.