Wüchsige Dendrobium cuthbertsonii Hybriden

Seit einigen Jahren interessiere ich mich auch für Hybriden, die im Umfeld der Dendrobium cuthbertsonii erzeugt werden, oft sind sie viel wüchsiger, vertragen mehr Dünger und haben größere Blüten, auch wenn sie etwas vom Charme der „echten“  Cuthbertsonii-Blüten verlieren.IMG_6727

 

 

In meiner Sammlung blühen im Moment zwei unterschiedlich gefärbte Hybriden zwischen Dendrobium cuthbertsonii x Dendrobium glomeratum. Sie stammen ursprünglich aus der Gärtnerei von Peter Kopf in Deggendorf/  Bayern. Ich kultiviere sie in kleinen Töpfen in Orchidiata Substrat fein; sie werden regelmäßig gedüngt und wachsen sehr gut. Und die Blüten halten Monate lang.

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Neue Orchidee beschrieben – Cylindrobolus datuguinai

Auf der Internetseite des Journals für den Orchideenfreund ist kürzlich wieder eine neue Orchidee von den Philippinen veröffentlicht worden. Sie stammt aus der Gattung Cylindrobolus, einer Gattung, welche bei Orchideenliebhabern eher selten in Kultur ist. Schon wegen ihrer Größe. Eventuell sind aber die Blüten eher für den Botaniker interessant.

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Dendrobium tobaense Nachzucht

Nach vielen Versuchen mit Importpflanzen dieses Dendrobiums blüht jetzt eine Nachtzucht aus Taiwan bei mir. Angeblich soll es sogar die Form gigantea sein, falls es so etwas überhaupt gibt.

Dendrobium tobaense
Dendrobium tobaense

Dendrobium tobaense stammt aus Sumatra und wurde 1993 von Smith & Comber  beschrieben, Toba ist eine Stadt in Sumatra. Die Pflanze wächst in 750 bis 1500m Höhe und gehört zur Sektion Formosae. Hat also schwarzhaarige Bulben. Das bedeutet Vorsicht die Neutriebe neigen zum Aus- oder Abfaulen. Ich kultiviere die Pflanzen in kleinen Töpfen, sie werden regelmäßig gedüngt und die Töpfe hängen hell und warm.

Wie wachsen Dendrobium cuthbertsonii in der Natur? Standortaufnahmen

Bei unserer Exkursion zu den Standorten der Dendrobium cuthbertsonii in Papua Neuguinea konnten wir auf der Tari Gap und am Mt. Hagen sehen wie diese Orchideen in der Natur wachsen.

D. cuthbertsonii auf Baumfarn
D. cuthbertsonii auf Baumfarn

Die Regenwaldbäume (Nothofagus)  auf deren Zweigen diese Orchideen vorkommen sind dicht mit Moos und Flechten bewachsen, trotzdem werden die kleinen Orchideenbüschel nicht vom Moos überwachsen. Die Pflanzen treten nur an Stellen im Wald auf, die ausreichend Licht erhalten bzw. am Waldrand.

D. cuthbertsonii auf Nothofagus
D. cuthbertsonii auf Nothofagus

Es kommt vor, dass die Pflanzen auch vertikal an relativ hohen Baumfarnen wachsen, allerdings auch hier in einer Moosschicht. Die Standorte werden durch hereinziehende Wolken und tägliche Niederschläge immer völlig nass.

Typischer Standort von D. cuthbertsonii
Typischer Standort von D. cuthbertsonii

Am Morgen herrschen Temperaturen von unter 10°C während des Tages bei Sonneneinstrahlung teilweise über 30°C.  Die Ernährung der Pflanzen scheint sehr gering aber es verfangen sich offenbar absterbende Blätter in Abzweigungen oder an aufsitzenden Farnen, welche dann durch Zersetzung geringe Nährstoffmengen freisetzen.

D. cuthbertsonii vergesellschaftet mit Moos und Flechten
D. cuthbertsonii vergesellschaftet mit Moos und Flechten

Die Pflanzen sehen bis auf Frassspuren alle sehr gesund aus. Aber es besteht wohl im Moment das Problem, es scheint keine keimfähigen Samenkapseln zu geben. Denn es gibt keine nennenswerten Jungpflanzen. Dies wurde uns auch von einheimischen Sammlern bestätigt.