Sophronitis coccinea ein Farbtupfer im grauen November

Jetzt blüht sie wieder meine Sophronitis coccinea oder grandiflora, was ich persönlich schöner finde, weil sie dieser Bezeichnung in ihrer Blütenpracht entspricht. Sie blüht dieses Jahr mit über zwanzig Blüten. Und diese Blütenfülle ist ein Beweis dafür, dass es sich lohnt größere Pflanzen zu erwerben auch wenn die großen Pflanzen teurer sind. Leider schnippeln viele Orchideengärtner ihre großen Stücke kaputt, um mehr Profit zu erzielen. Wenn aber eine Pflanze mit einem Vordertrieb eine Infektion bekommt,  dann ist die Pflanze meist verloren. Übrigens heute hat die Pflanze den Namen Cattleya coccinea.

Blockkultur

Die hier gezeigte Pflanze stammt noch von Gerhard Pfister, der in Mannheim einen kleinen Orchideenbetrieb hatte und der regelmäßig auf seinem Wühltisch brasilianische Importe feilbot. Mein Orchideenfreund Henner Schäfer hat das Exemplar in den 1980er Jahren erworben. Ich habe sie vor einigen Jahren von ihm geschenkt bekommen.

Und ich mache mit der Pflanze nix, außer sie ab und zu an zusprühen und manchmal zu düngen. Sie hängt allerdings sehr hell im Dachfirst. Sie wächst aufgebunden auf einem Stück Robinienborke.

Cattleya coccinea

Übrigens es ist eine guter Typ mit wirklich gut geformten Blüten und kann durchaus mit den japanischen 4n Klonen mithalten.

Bulbophyllum careyanum

Vor einigen Jahren habe ich bei der Schwerter Orchideenzucht dieses Bulbophyllum mitgenommen, um anlässlich einer Umpflanzaktion beim Gartenbauverein etwas Werbung für andere Orchideen, die keine Phalaenopsis sind, zu machen. Irgendwie ist die Pflanze dann bei mir geblieben, weil sich niemand fand, der sie haben wollte.

Bulbophyllum careyanum

Jetzt blüht sie wieder. Sie stammt aus dem östlichen Himalaya und den Ländern Myanmar, Thailand und Vietnam. Höhenlagen 200 bis 2100m. Hängt bei mir hell und kühl und kann angeblich sogar  austrocknen im Substrat, sie kann von warm bis kalt kultiviert werden. Im Moment steht sie noch in Sphagnum, welches ich im Frühjahr gegen Rindensubstrat  austauschen werde.

 

Oncidium onustum schön aber schwierig

Schon sehr bald nach dem Beginn meiner Orchideenleidenschaft  war ich von Oncidium onustum fasziniert. Das liegt unter anderem an der besonderen Wuchsform (Bulben), aber auch an den leuchtend gelben Blüten. Leider ist es in meiner Gewächshausanlage im Winter sehr feucht und das mag diese Orchidee gar nicht. Die Pflanze stammt aus Höhenlagen zwischen 25 und 1200m über NN. Sie kommt in Panama, Ecuador, Kolumbien und Peru vor. Sie darf nach dem Ausreifen der Bulben bis zum Erscheinen der Neutriebe weder gegossen noch angesprüht werden. Sie muss sehr hell kultiviert werden und eher warm. Also alles Bedingungen, die ich im Winter nicht erfüllen kann.

Oncidium onustum

Trotzdem hat die hier gezeigte Pflanze bei mir vor einigen Jahren geblüht.

Dendrobium tobaense blüht endlich mal wieder

Dieses Dendrobium ist offenbar besonders in meiner Kultur sehr schwierig, es gibt Zeiten da wächst die Pflanze sehr willig und es gibt Zeiten da steht sie und bekommt Schädlinge. Aber wenn ich so nachdenke, habe ich selten gut kultivierte Pflanzen auf Ausstellungen oder Bewertungen gesehen. Ich kultiviere meine Pflanzenhell im Dachfirst, dort ist es auch am wärmsten. Sie stehen in kleinen Töpfen in mittelfeinem Rindensubstrat und werden regelmäßig gedüngt.

 

Ein neues Paphiopedilum/ New Paphiopedilum species Paphiopedilum rohmanii

Gestern Nacht hat die VDOF in ihrem Online Magazin eine neue Paphiopedilum Art veröffentlicht. Ihr Name ist Paphiopedilum rohmanii.

Wie schon in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten gab es wieder mehrere Gruppen bzw. Einzelpersonen, die um die Erstveröffentlichung rangen.

http://orchideen-journal.de/permalink/OrchideenJournal_Vol5_3.pdf

 

Rote Ascocenda Hybride blüht

Eigentlich kultiviere ich keine Ascocenda Hybriden , da sie in meiner Anlage im Winter nicht genügend Wärme erhalten, aber von Zeit zu Zeit pflege ich die Pflanzen von befreundeten Liebhabern solcher Pflanzen, da diese am Zimmerfenster nur selten genügend Licht erhalten um zu Blühen. So auch diese jetzt wieder erblühte Pflanze, die den Namen Red 1 trägt, was nicht zur Klärung ihrer Herkunft beiträgt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass bei der Farbe auch Renanthera mit eingekreuzt worden ist.

Die Infloreszenz ist verzweigt, die Blüten  sind eher klein aber schön dunkelrot. Die Pflanze hängt in einem Vandakörbchen direkt über der Heizung, jedenfalls bei mir. Jetzt ist sie wider  beim Besitzer am Wohnzimmerfenster. Mal sehen,  wann sie zurückkommt.

Dendrobium parvulum, eine blaue Orchidee aus Irian Jaya

Auf meiner Reise nach Papua Neuguinea habe ich vergeblich versucht Dendrobium parvulum zu finden, da ich in Westpapua war, denn dort kommt diese Orchidee angeblich nicht vor. Allerdings kommt sie wohl angeblich auch auf Sulawesi und Celebes vor, zwischen 600 und 2600m über NN.

Dendrobium parvulum

Die Pflanze ist sehr klein und bildet, wenn sie gut wächst, einen dichten Bulbenverband. Der Name bezieht sich auf ihre Kleinblütigkeit  Ich kultiviere sie in einem kleinen Tröpfchen in Orchiata Substrat fein. Bei Pflegefehlern verliert sie ihre kleinen Blätter. Ich dünge sie so gut wie nicht. Die Pflanze wurde 1899 von Rolfe benannt, sie hat auch den Namen Dendrobium delicatulum var. parvulum. Jetzt hat sie erstmals geblüht.

 

 

Paphiopedilum concolor

Vor vielen Jahren habe ich auch Paphiopedilum Sämlinge gekauft und versucht diese zu blühfähigen Pflanzen heranzu ziehen. Leider hat das nicht funktioniert, weil ich damals nicht täglich danach schauen konnte und wahrscheinlich sind sie an zu trockenem Substrat eingegangen. Jedenfalls hatten sie ihre Neutriebknospen und auch ihre lebendigen Wurzeln verloren.

Manchmal verirrt sich heutzutage eine Frauenschuhorchidee in meine Sammlung, so war das auch mit der jetzt wieder blühenden Paphiopedilum concolor. Diese hatte ich in einer britischen Glaskugel,  die ich für die Leser der Orchideenjournals getestet hatte, kultiviert.

Paphiopedilum concolor

Die Pflanze stammt aus Myanmar, Thailand und Kambodscha, Südchina und Vietnam  und kommt entlang der Küste oder an Flussufern auf Kalkfelsen vor. Höhenlage 0 – 1000m, ein Hinweis auf eher warme Kultur. Ich kultiviere sie in grober Rinde, sie hat wahrscheinlich zuviel Licht bekommen, da die gefleckten Blätter ziemlich hellgelb sind. Stellt man Paphiopedilumpflanzen zu dunkel, blühen sie nicht, stehen sie zu hell, eigentlich auch nicht. Es ist also eine Gratwanderung.  Die Blüte ist auch nicht sehr groß (etwas über 5cm Durchmesser) geworden, aber immerhin sie blüht.

 

Dendrobium hekouense

Anlässlich der Orchideenbewertung bei Jörg Fresonke wurde ein spektakuläres Dendrobium vorgestellt. Es wurde 2011 für Südost Yunnan in China beschrieben, kommt wohl  an Stämmen von verschiedenen Bäumen vor in ungefähr 1000 m Höhe, Temperaturen im wärmsten Monat etwas über 23°C sonst im Mittel fast 18°C;  im kühlsten Monat ungefähr 10°C. Also kühl zu kultivieren. Soll nahe verwandt mit Dendrobium wanglangii sein. Meiner Meinung nach aber höchstens bei den Bulben. Die Blüte ist völlig anders.

Dendrobium hekouense

Zur Kultur kann ich nichts beitragen, da ich die Pflanze erstmals gesehen habe, sie war nicht etabliert.  Fast überflüssig zu erwähnen, dass es dazu im Orchideenjournal einen deutschen Artikel gab.

http://www.orchideen-journal.de/pdf/artikel11_4.pdf

Dendrobium philippinense eine Rarität?

Beim Besuch der Orchideengärtnerei Karge entdeckte ich eine interessante Orchidee, welche terete Blätter über einer schwach entwickelten Verdickung der Bulbe am Grund zeigte. Der Wuchsform nach  ein Dendrobium. Die Pflanze habe ich hell kultiviert, die nadelartig verzweigten Blätter wurden rot. Am Ende der sich verwiegenden Triebe sind jetzt kleine Blüten erschienen.

Dendrobium philippinense

Die Pflanze wurde von Ames 1914 beschrieben, sie kommt wohl in tieferen Lagen vor und wird also warm kultiviert. Die Blüte ist ein 1 cm groß und duftet am Morgen. Schon wegen der nadelförmigen Blätter eine Bereicherung der Sammlung.