Dendrobium hekouense

Anlässlich der Orchideenbewertung bei Jörg Fresonke wurde ein spektakuläres Dendrobium vorgestellt. Es wurde 2011 für Südost Yunnan in China beschrieben, kommt wohl  an Stämmen von verschiedenen Bäumen vor in ungefähr 1000 m Höhe, Temperaturen im wärmsten Monat etwas über 23°C sonst im Mittel fast 18°C;  im kühlsten Monat ungefähr 10°C. Also kühl zu kultivieren. Soll nahe verwandt mit Dendrobium wanglangii sein. Meiner Meinung nach aber höchstens bei den Bulben. Die Blüte ist völlig anders.

Dendrobium hekouense

Zur Kultur kann ich nichts beitragen, da ich die Pflanze erstmals gesehen habe, sie war nicht etabliert.  Fast überflüssig zu erwähnen, dass es dazu im Orchideenjournal einen deutschen Artikel gab.

http://www.orchideen-journal.de/pdf/artikel11_4.pdf

Dendrobium philippinense eine Rarität?

Beim Besuch der Orchideengärtnerei Karge entdeckte ich eine interessante Orchidee, welche terete Blätter über einer schwach entwickelten Verdickung der Bulbe am Grund zeigte. Der Wuchsform nach  ein Dendrobium. Die Pflanze habe ich hell kultiviert, die nadelartig verzweigten Blätter wurden rot. Am Ende der sich verwiegenden Triebe sind jetzt kleine Blüten erschienen.

Dendrobium philippinense

Die Pflanze wurde von Ames 1914 beschrieben, sie kommt wohl in tieferen Lagen vor und wird also warm kultiviert. Die Blüte ist ein 1 cm groß und duftet am Morgen. Schon wegen der nadelförmigen Blätter eine Bereicherung der Sammlung.

Poroglossum eduardii schön aber nicht einfach

Dies Orchidee ist extrem selten und nach meiner Erfahrung auch extrem schwierig in der Kultur. Vor über 30 Jahren hat Günter Ludwig einmal eine Pflanze zur Bewertung durch die Deutsche Orchideengesellschaft vorgestellt und in Großbritannien hat Ellis Eyre ein bemerkenswertes Exemplar kultiviert. Ich habe ihm damals ein Stück davon abgekauft, welches mir Henry Oakeley mit nach Dresden zum Europäischen Orchideenkongress brachte. Dazu hat mir die Firma Mundiflora aus Ecuador ein Stückchen verkauft. Leider waren meine Kulturbemühungen nicht von Erfolg gekrönt. Allerdings hat das Stück aus England ein paar Jahre überlebt und hat auch geblüht. Gern erinnere ich das leuchtende Rot der kleinen Blüten.

Porroglossum eduardii

Wird in Kolumbien und Ecuador in Höhen von 1900 bis 2900 m gefunden. Ist also ein Bewohner nebliger Bergregenwälder, sollte als kühl kultiviert werden. Ist 1972 von Sweet zu Porroglossum gestellt worden,  zunächst allerdings  seit 1880 durch Reichenbach f.  war die Pflanze eine Masdevallia. Der Name bezieht sich auf Eduard Kalboch einen Pflanzensammler.

Isochilus linearis

Im Vorwort vom Orchideenjournal erwähnt:

Kommt in 300 bis 3900m Höhe in ganz Südamerika vor, mag hohe Luftfeuchte, etwas Schatten und kalte bis warme Kulturbedingungen. Wurde schon 1813 beschrieben.

Isochilus linearis

Ich kultiviere die Pflanze in grobem Substrat, sie hat jetzt das erste Mal geblüht, Die Triebe sind jung auf der ganzen Länge beblättert und blühen endständig, die Blüte halten etwas über 14 Tage.  Die Triebe sehen grasartig aus.

Maxillaria striata blüht mal wieder

Nach meiner Ecuadorreise vom Jahr 2009 war ich ziemlich fasziniert von südamerikanischen Orchideen, besonders weil sie sich in ihren  Blütenformen doch ziemlich von asiatischen Arten unterscheiden. Eine Neuerwerbung aus dieser Zeit ist Maxillaria striata, die ich damals blühend im Botanischen Garten von Quito gesehen hatte und die mich schon wegen der großen Blüten stark interessierte. Leider wird die Pflanze ebenfalls ziemlich ausladend. Ich kultiviere sie in grober Rinde im Holzkorb in der kalten Abteilung meines Gewächshauses. Dazu keine volle Sonne. IMG_4439

Die Pflanze kommt in den Anden in Peru, Ecuador und Kolumbien von ca. 700 bis 2200m Höhe vor.

Sie wurde von Rolfe beschrieben, wann ist mir im Moment nicht bekannt.

Dendrobium fytchianum schön aber schwierig?

Schon oft habe ich versucht dieses Dendrobium zu kultivieren. Ich erinnere mich, dass ich es mehrmals bei der Firma O&M gekauft habe und immer wieder lediglich 1-2 Jahre in der Kultur halten konnte. Die Pflanzen sind wahrscheinlich durch Pilzbefall oder zu niedrige Temperaturen im Winter abgestorben.

Dendrobium fytchianum
Dendrobium fytchianum

Mein letzter Versuch war eine Importpflanze der Schwerter Orchideenzucht, sie hat sogar geblüht (siehe Bild). Leider ist auch diese Pflanze im Orchideenhimmel gelandet.

Dendrobium fytchianum wurde 1864 von Bateman für einen englischen General benannt. Sie stammt aus Myanmar und Malaysia und wächst in Höhenlagen von 40-620m Höhe. Sie blüht endständig mit bis zu 15 Blüten, aber wahrscheinlich in dieser Fülle nur in der Natur.

Dendrobium agathodaemonis, eine Unterart von Dendrobium cuthbertsonii ?

Vor einigen Jahren habe ich anlässlich des Bewertungssommertreffens bei Franz Glanz eine tolle Pflanze von Dendrobium agathodaemonis fotografiert. Damals kannte ich Karl Stetter noch nicht und hatte auch keine Kenntnis davon, dass die hier abgebildete Pflanze eine besondere Rarität darstellt. Soweit ich unterrichtet bin wächst und gedeiht die Pflanze noch immer.

Dendrobium agathodaemonis
Dendrobium agathodaemonis

Ich habe Anfang der 2000er Jahre einmal Sämlinge davon aus England von Richard Warren bezogen, leider waren die sehr klein und sind schnell gestorben.

In den 1990er Jahren hat die Firma Kenntner Sämlinge verkauft und die Schwerter Orchideenzucht hatte oder hat kleine Pflänzchen davon, allerdings in der Farbe rosa.

Übrigens bei unserer Reise im Hochland von PNG im August 2016  haben wir diese Art oder Form nicht gefunden.

Odontoglossum hallii blüht im Sommer

Von meinem Orchideenfreund und  Odontoglossum Sammler erhielt ich vor vielen Jahren dieses stattliche Odontoglossum, welches heute ja auch den Gattungsnamen Oncidium trägt.

Die Pflanze wurde 1837 von Lindley beschrieben. Die Pflanze hat bei mir eigentlich immer eher im Herbst/Winter geblüht. Schon komisch, dass sie dieses Jahr mitten im Sommer blüht.

Odontoglossum hallii
Odontoglossum hallii

Die Pflanze stammt Kolumbien, Ecuador und Peru aus immer feuchten Nebelwäldern in Höhenlagen zwischen 1500-3000m über NN. Angeblich ist der Blütenstand bis 60 cm lang mit bis zu 20 Blüten. Bei mir hat er fünf Blüten und ist kürzer, kann aber an den heißen Tagen im Mai/Juni gelegen haben.

Kultur im Topf mit grobem Substrat sehr hell, Bulben haben dann eine  rötliche Färbung. In der Wachstumszeit der Triebe reichlich Wasser und auch Dünger geben. Düngeintervall wöchentlich. Blütenstände erscheinen aus den die Bulbe umgebenden Bulbenhüllblättern.

Was ist Dendrobium melianthum?

Ein australischer Freund hat mir vor längerer Zeit einen kleinen Ableger einer Orchidee überlassen, die diesen Namen trägt. Sie hat jetzt geblüht und die Blüte ist der Gruppe um Dendrobium mohlianum/dillonianum ähnlich. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher über ihre Identität. Die Pflanze ist kleiner als z.B Dendrobium mohlianum (bei mir) und die Blüte ähnelt Dendrobium dillonianum.

Dendrobium melianthum
Dendrobium melianthum

Dendrobium Hybride mit leuchtenden Blüten

Vor längerer Zeit habe ich bei der Schwerter Orchideenzucht eine Dendrobiumhybride gekauft, bei der sich jetzt als sie blühte herausgestellt hat, dass es sich um Dendrobium sulawesiense x violaceum handelt. Eigentlich ist Dendrobium glomeratum der gültige Name des einen Kreuzungspartners. IMG_6369

Ich halte diese Pflanze in kleinem Topf seht hell und relativ warm.

Sie ist etwas blühfaul, was mir Guido Schöttler bestätigte. Er hat inzwischen recht große Exemplare in seiner Gärtnerei.

Bei mir ist die Pflanze anfällig für Spinnmilben und verliert dann schnell die schmalen, lanzettligen Blätter.

Es wäre schön wenn diese Hybride teichblühend und oft blühend wäre.