Coelogyne pandurata

Die berühmte Coelogyne pandurate mit ihren grünen Blüten und der schwarzen Lippe kommt in den nächsten 14 Tagen zum Blühen.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Borneo, sie sollte warm kultiviert werden. Ich habe sie temperiert und sehr hell. Im Moment wohl eher heiss. Aber der Blütenstand entwickelt sich sehr schnell.

Es kommt sogar ein zweiter Blütentrieb.

Hoffentlich ist es eine echte C. pandurata.

Coelogyne pandurata
Coelogyne pandurata

Lichtmessung mit PAR Messgerät

In der Vergangenheit wurde Licht auch in Orchideenkulturen mit einem Luxmeter gemessen. Luxmeter messen in Spektralbereichen von 500-600 nm. Dies ist ein Spektralbereich der auch vom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Pflanzen jedoch benutzen Licht aus dem Spektralbereich von 400-700nm. Dieses Licht wird als PAR (Photosynthetically Active Radiation) bezeichnet. Verschiedene Wellenlängen führen zu verschiedenen Reaktionen der Pflanze Wellenlängen um 400 nm führen zur Verkürzung der Interludien und einem gedrungenem Wachstum, Wellenlängen um 700 nm führen zum Streckungswachstum.

Das Lichtmessgerät LightScout DLI 100 misst sowohl die momentane Strahlung als auch die Strahlungsmenge innerhalb von 24 Stunden bezogen auf eine Fläche von einem Quadratmeter.

IMG_9293

Überraschend ist, das Gerät ermittelt eher kleine Lichtsummen sobald eine Schattierung angebracht ist. Laelien und Cattleyen können mit solchen Tageslichtmengen nicht zur Blüte kommen. Der Hersteller gibt für Phalaenopsis den Wert 10 mol, jede Quadratmeter und Tag an. Und das wird bei mir nur an sonnigen Tagen ohne Schattierung erreicht. Aber Achtung: Der Wert bezieht sich auf die Gewächshaustischghöhe. Oben im Dach kann das ganz anders sein. Allerdings hängen  im Dachfirst  Laelien und Ascocentrum, welche deutlich höhere Werte so um die 30 mol benötigen um sicher zu blühen.

Das Gerät kann von der Firma Stepsystems GmbH bezogen werden.

Dendrobium melianthum

Seit vielen Jahren kultiviere ich die relativ selten vorkommende Dendrobium mohlianum. Sie stammt ursprünglich von der Insel Vanuatu. Ein Freund von mir hat sie mir vor über 15 Jahren mit nach Deutschland gebracht. Sie hat eine fast blaue Lippe. In der Kultur sind diese Pflanzen nicht einfach. Sie müssen wahrscheinlich warm kultiviert werden. Da ich aber eher temperiert bis kühl (im Winter) kultiviere, bleiben die Pflanzen klein.

Dendrobium mohlianum
Dendrobium mohlianum

Im Handel wird oft Dendrobium dillonianum aus Papua Neuguinea angeboten. Diese hat aber eine durchgefärbt orange Lippe.

Dendrobium dillonianum
Dendrobium dillonianum

Jetzt habe ich aus Australien einen kleinen Ableger von Dendrobium mehlianthum bekommen. Auch diese Art stammt aus PNG.

Die hier gezeigte Abbildung ist von der Originalpflanze in Australien vom Wuchs erinnert sie eher an Dendrobium dillonianum als an D. mohlianum.

Dendrobium melianthum
Dendrobium melianthum

Besuch in Lemförde

Vor 14 Tagen war ich an einem heissen Tag nach vielen Jahren wieder einmal in der Orchideenzucht Lemförde.

Ich erinnere mich noch gut, dass in den 1970 Jahren die Lemförder Orchideenzucht in Deutschland zu den führenden Gärtnereien gehörte.

Meine ersten, per Post bestellten Orchideen, stammten auch von dort, das Oncidium ornithorhyncum von damals besitze ich noch heute ich habe erst kürzlich das Original Schildchen im Topf entdeckt.

Ende der 1990er Jahre haben wir vom Orchideenjournal ein Interview mit Erika Reuter abgedruckt. Sie ist vor einigen Jahren verstorben.

Erika Reuter hat in den 1970er Jahren eine beeindruckende Sammlung aufgebaut.

Viele der Pflanzen stehen noch heute dort, leider lediglich mit Nummern versehen, sodass ein Auffinden bestimmter Arten und Hybriden nur möglich ist, wenn diese blühen.

Aber ohnehin sind diese Pflanzen nicht für den Verkauf bestimmt.

Für den Verkauf werden viele Naturformen von Paphiopedilum und guter bis sehr guter Qualität zu fairen Preisen angeboten.

Broughtonia sanguinea var. aurea

Anlässlich einer Reise ins Tessin hatte ich Gelegenheit die kleine Gärtnerei Riboni in Varese zu besuchen. Dort waren viele interessante Orchideen zu sehen, so z.B. Mexipedium xerophyticum und eben auch die  oben schon genannte Broughtonia sanguinea var. aurea. Die Herkunft der Pflanzen war Deutschland und hier, wie so oft, Boscha Popow in Wolfsburg.

Im zweiten Jahr nach dem Besuch hat die Pflanze jetzt geblüht. Sie wird auf Korkeine ohne Substrat im Dachfirst des Gewächshauses kultiviert, täglich angesprüht und wie alle anderen Orchideen regelmäßig gedüngt.

Die Arten dieser Gattung stammen aus Jamaika d.h. sie können sehr trocken, hell und heiss kultiviert werden. Die Blätter sind hellgrün zeigen also mit ihrer Färbung diese Herkunftsbedingungen an. Ganz junge Triebe neigen im Winter zum Ausfaulen. Wahrscheinlich aber nur unter nordeuropäischen Bedingungen.

Im Frühjahr bilden sich zunächst neue Wurzeln, später erscheinen die Neutriebe.

Broughtonia sanguinea var. aurea
Broughtonia sanguinea var. aurea

Dendrobium Arten aus Papua Neuguinea

In den 1980er Jahren habe ich schon einmal die kleinen Arten aus PNG kultiviert, Damals war Andreas Stockelbusch eine der wenigen Quellen, die Pflanzenqualität war schlecht, was aber nicht an Andres lag. Und entscheidend, die meisten Gärtner wussten auch nix über deren Kultur. So benötigen diese Dendrobium Arten ganz sauberes Wasser, kühle Temperaturen, dürfen nicht austrocknen, niemals. Und sie vertragen keinen Dünger, also keine 500-800 Mikrosiemens Dröhnung. Ich denke so 150 bis 300 Mikrosiemens ist ok, ich verwende OrchidFocus aus Großbritannien mit gutem Erfolg.

Sommer Monate sind eine Kulturherausforderung, wenn es nicht kühl ist keine Chance.

Und Achtung Schnecken, besonders große Nacktschnecken können in einer Nacht eine ganze Pflanze verspeisen.

Dendrobium cuthbersonii x sulawesi
Dendrobium cuthbersonii x sulawesi

Was hier zu sehen ist, ist eine schon etwas ältere Hybride, die in einigen Orchideengärtnereien verkauft wird. Kleine kompakte Pflanze mit echt großen langlebigen sehr farbigen Blüten.