Oncidium ornithorynchum

Als ich 1972 mit dem Sammeln von Orchideen begann, habe ich bei der Lemförder Orchideenzucht ein Oncidium ornithorynchum gekauft, welches mich bisher immer weiter begleitet hat, egal ob meine Orchideen in Fernpflege, in einer stickigen Vitrine, oder wie jetzt im Gewächshaus gepflegt wurden. Der Name „ornithorynchum“  bezieht sich auf die Form der Anthere, sie ist vogelschnabelförmig.  Die Pflanze hat aber teilweise durch Kulturfehler (zuwenig Wasser) gelitten. Erkennen kann man diese Originalpflanze am Duft (Vanille) und an ihrer intensiven Färbung. Fast alle Pflanzen dieser Orchideenart, die heute auf dem Markt sind, haben kräftige Färbung oder den Duft oder Beides eingebüßt.

Oncidium sotoanum
Oncidium sotoanum

Wahrscheinlich sind heute fast nur noch Hybriden auf dem Markt. Allerdings dann teilweise in z.B. roter oder gelber Färbung.

Kultiviert wird  sehr hell, kühler im temperierten Abteil , während der Wachstumszeit viel Wasser und Dünger (bei jedem Gießen).

Seit 2010 hat diese Orchidee einen neuen Namen Oncidium sotoanum ( Jimenez & Hagsater). Denn eine anderes Oncidium hatte diesen Namen bereits und deshalb mußte nach 200 Jahren ein neuer Name her.

Die Pflanze wächst in Höhenlagen bis 1500m Höhe in immerfeuchten Wäldern in Guatemala, Honduras,  Mexiko und Costa Rica.