Dendrobium x usitae

Eigentlich blüht Dendrobium x usitae im Frühjahr oder Frühsommer;  im Jahr 2014 hat eine riesige Pflanze davon den ersten Preis beim Tokyo Dome gewonnen. Der Tokyo Dome ist die wahrscheinlich weltweit beste Orchideenausstellung bei der nur qualitativ sehr hochwertige Pflanzen ausgestellt werden.

Dendrobium x usitae
Dendrobium x usitae

Ich kultiviere diese Dendrobium Hybride seit einigen Jagen und dieses Jahr blüht sie schon zum 2.ten Mal. Hängt im First des Gewächshauses, die Blüten erscheinen bei mir an blattlosen Bullen in Büscheln von bis zu 20 Blüten. Die Orchideen soll angeblich eine Naturhybride zwischen. Dendrobium goldschmidtianum und Dendrobium bullenianum sein, sie wurde 1995 von Yukawa beschrieben.  Was man aber im Handel erwerben kann, sind meist Nachkreuzungen. Meine Pflanze stammt von der Schwerter Orchideenzucht, es soll sogar der Klon „Red Coral“ sein. Die Pflanze lässt sich leicht kultivieren, ich finde sie in der Produktion von Neutrieben etwas faul. Neue Triebe wachsen bei mir über Jahre, aber es kommen keine neuen Triebe aus der Basis hinzu.

Hexisea bidentata selten in Kultur

Nach dieser Orchidee habe ich bei vielen Händlern lange gesucht, sie soll angeblich nicht leicht zu kultivieren sein. Stimmt, im Topf ist sie mir fast eingegangen. Seit jetzt 5 Jahren kultiviere ich sie aufgebunden mit wenig Moosunterlage, sie wächst langsam und scheint auch mit wenig Wasser zufrieden zu sein. Sie stammt aus Südamerika und kommt von Costa Rica bis Brasilien vor in Höhenlagen unterhalb von 1500m. Sie wurde als Hexisea bidentata von Lindley 1834 und von Dressler 2002 zu Scaphyglottis gestellt.

Hexisea bidentata
Hexisea bidentata

 

Die Pflanze soll im Sommer blühen, jedenfalls in den Ursprungsländern. Bei mir blüht sie immer im Herbst/Winter.

Pleurothallis restrepioides blüht jetzt

Diese kühl bis warm zu kultivierende epiphytisch bis terrestrische Orchidee aus Höhenlagen bis 2000 m kommt in Kolumbien, Ekuador und Peru vor. Ich habe sie in Ekuador in der Höhe von ca. 1800m Höhe im Straßengraben wachsend gesehen, großflächig wie Gestrüpp, vollsonnig mit zahlreichen Blütenständen.

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Heute sind viele dieser Pleurothallisarten zu Stelis (2001 durch Pridgeon&Chase) gestellt, auch eine Folge der Genomuntersuchungen in Kew. Ursprünglich im Jahr  1836 von Lindley  beschrieben, wird auch die restrepienartige Pleurothallis genannt.

 

Sie wird aufgebunden oder im Topf hell oder auch nicht so hell kultiviert, gut gewässert oder auch nicht,  weil sie unerreichbar aufgehängt ist. Sie blüht eigentlich immer mal und verzeiht Kulturfehler. Habe aber festgestellt im Topf mit guter Wasser/Düngerversorgung bildet sie kräftigere Triebe und gute, lange Blütenstände.

Dendrobium auriculatum blüht das ganze Jahr über

Dendrobium auriculatum stammt von den Philippinen wurde 1932 von Ames & Quisumb. beschrieben, wächst als Lithophyt oder Epiphyt in Höhenlagen bis 1000m. Dies bedeutet für die Kultur etwas wärmer in der temperierten Abteilung. Interessant an diesem Dendrobium, es kann das ganze Jahr über blühen. Denn auch an den alten Trieben entwickeln sich immer wieder neue Blüten. Im Volksmund hat diese Orchidee den Namen Ohrendendrobium, etwas an der Blüte scheint an menschliche Ohren zu erinnern.

Dendrobium auriculatum
Dendrobium auriculatum

Kultur im Topf oder aufgebunden Triebe können bis 80 cm lang werden, sie verzweigen leider nicht. Die nadelartigen Blätter sind empfänglich für Spinnmilben. Dazu habe ich die Erfahrung gemacht, normale Düngergaben werden nicht so gut vertragen bzw. angenommen. Deshalb bin ich mit der Düngung etwas zurückhaltender. Nur alle vier Wochen in niedriger Konzentration. Blüten reinweiß, Basis der Lippe blassgrün, dadurch schöner Kontrast.

Oncidium ornithorynchum

Als ich 1972 mit dem Sammeln von Orchideen begann, habe ich bei der Lemförder Orchideenzucht ein Oncidium ornithorynchum gekauft, welches mich bisher immer weiter begleitet hat, egal ob meine Orchideen in Fernpflege, in einer stickigen Vitrine, oder wie jetzt im Gewächshaus gepflegt wurden. Der Name „ornithorynchum“  bezieht sich auf die Form der Anthere, sie ist vogelschnabelförmig.  Die Pflanze hat aber teilweise durch Kulturfehler (zuwenig Wasser) gelitten. Erkennen kann man diese Originalpflanze am Duft (Vanille) und an ihrer intensiven Färbung. Fast alle Pflanzen dieser Orchideenart, die heute auf dem Markt sind, haben kräftige Färbung oder den Duft oder Beides eingebüßt.

Oncidium sotoanum
Oncidium sotoanum

Wahrscheinlich sind heute fast nur noch Hybriden auf dem Markt. Allerdings dann teilweise in z.B. roter oder gelber Färbung.

Kultiviert wird  sehr hell, kühler im temperierten Abteil , während der Wachstumszeit viel Wasser und Dünger (bei jedem Gießen).

Seit 2010 hat diese Orchidee einen neuen Namen Oncidium sotoanum ( Jimenez & Hagsater). Denn eine anderes Oncidium hatte diesen Namen bereits und deshalb mußte nach 200 Jahren ein neuer Name her.

Die Pflanze wächst in Höhenlagen bis 1500m Höhe in immerfeuchten Wäldern in Guatemala, Honduras,  Mexiko und Costa Rica.

Paphiopedilum spicerianum in Blüte

Dieses schöne Paphiopedilum ist von Reichenbach 1879 beschrieben worden. Wurde von dem englischen Offizier Spicer ursprünglich in Indien entdeckt und ihm zu Ehren benannt. Kommt in Indien, Myanmar, Bhutan und  China in Höhenlagen von 300-2000 m über NN vor. Wird im Topf kultiviert und ist empfindlich gegen Wasserrückstände mit Bakterien oder Pilzen, da die Blattherzen dann zum Ausfallen neigen. Kann aber mit gemahlenem Zimt bekämpft werden, welchen man ins Blattherz streut. Heute gibt es von verschiedenen Anbietern z.B. Schwerter Orchideenzucht gute, wüchsige Nachzuchten. Pflanzen können temperiert mit etwas Schatten kultiviert werden und blühen Herbst/Winter.

Paphiopedilum spicerianum
Paphiopedilum spicerianum

Trisitella hoeijeri blüht noch einmal

Vor einigen Jahren habe ich anlässlich einer Reise nach Ekuador die Schönheit südamerikanischer Orchideen entdeckt. Eine dieser zauberhaften Pflanzen hat damals den Weg in meine Sammlung gefunden. Trisitella hoeijeri ist eine ganz kleine Pflanze mit nadelartigen Blättern deren Blüten wie kleine Vögel über den Blättern schweben. Pflanze wird in einem 5 cm Durchmesser Plastiktopf luftig, kühl in feinem Rindensubstrat kultiviert. Die Pflanze mag keine Störung, auch beim Umpflanzen ist sie ein heikler Kandidat.

Trisitella hoeijeri
Trisitella hoeijeri

Die Pflanze wurde von Luer und Hirtz 1986 für Ekuador in Höhenlagen von 1800m über NN beschrieben. Sie kommt in immerfeuchten Nebelwäldern vor

Dendrobium unicum

Aus der Sammlung meines Orchideenfreundes, die er mir vor ein paar Wochen überlassen hat,  blüht jetzt im Herbst unter dem Namen Dendrobium arachnites ein wunderschönes oranges Dendrobium.

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Der korrekte Name ist Dendrobium unicum, es blüht normalerweise im Frühsommer. Die Pflanze wurde 1970 von Seidenfaden für Thailand beschrieben. Sie kommt allerdings auch in Vietnam, Laos und Myanmar vor.  Der Blattwurf der ausgereiften Bullen zeigt an, diese Pflanze stammt nicht aus dauerfeuchten Regenwäldern, sondern aus Monsunregenwäldern aus Höhenlagen bis 1550 m über NN. Es wird beim Standort auch  von savannenartigen Wäldern gesprochen, d.h. die Pflanze hat eine Trockenzeit.

Kultiviert wird sie eher warm. Aufgebunden ist besonders in der Wachstumszeit auf ausreichende Wasserversorgung zu achten, denn die Bulben wachsen dann sehr schnell. Wie bei allen weichblättrigen Dendrobien besteht eine gewisse Anfälligkeit für echte und falsche Spinnmilben. Und, eine etwas kühlere Ruhezeit fördert die Blütenbildung.

Die jetzt blühende Pflanze ist bis zum Frost im Freien kultiviert worden, deshalb blüht sie jetzt. 75a