Sobralia blüht mal wieder

Über einen Zeitraum von 4 Jahren hat Sobralia yauaperyensis nicht mehr geblüht, jetzt hat sie an einem alten Trieb nacheinander drei Blüten entwickelt; sie wird in einem Seerosenkorb in RindensubstratIMG_2828 kultiviert und fängt jetzt auch an Neutriebe zu entwickeln. Sie steht jetzt in der kühleren Abteilung aber erhält offenbar mehr Licht (Morgensonne). Leider halten Sobraliablüten maximal 3 Tage.

Es darf bezweifelt werden ob der Name Sobralia yauaperyensis stimmt, denn die sieht eigentlich eher rosafarben aus oder zumindest mit rosa in der Lippe, meine hier jetzt blühende Pflanze hat rein weiße Blüten mit gelber Lippe.

Bulbophyllum sikkimense

Seit einigen Jahren habe ich einige Pflanzen, die kleine Bulben und ungefähr 5 cm lange Blätter haben, sie wachsen sehr dicht zusammenstehend und können aufgebunden aber auch in kleinen Töpfen kultiviert werden. Sie verzeihen es, wenn sie mal kein Wasser bekommen. Meist blühen sie sie Sommer, so auch jetzt. Leider erscheinen die Blütenstände eher einzeln und zeitversetzt, sodass eine vollerblühte Pflanze eher selten ist.

Bulbophyllum sikkimense
Bulbophyllum sikkimense

Bulbophyllum sikkimense oder roxburghii wurde schon 1912 beschrieben und stammt wie der Name verrät aus Sikkim (Indien) von den Hügeln vor dem Himalayamassiv, Höhenlagen 300-500m über NN.

Isochilus aurantiacus

Wenn ich in der Vergangenheit an Isochilus dachte, kamen mir immer buschige, vieltriebige Pflanzen in den Sinn, die mehr oder weniger rosa blühten. Denn was bei Händlern manchmal steht und noch viel seltener auf Ausstellungen zu sehen  ist, ist  Isochilus linearis.

Vor einigen Jahren habe ich bei der Firma Kopf ein rot-orange blühendes Isochilus Pflänzchen erstanden. Es stammt aus Nicaragua, Guatemala, El Salvador und kommt bis 2600 m Höhe vor und wurde 1981 auf den Namen Isochilus aurantiacus getauft.

Ich kultiviere sie aufgebunden auf einem Presskorkstück mit ein wenig Xaxim um die Wurzeln, sie wird täglich angesprüht.

Isochilus aurantiacus
Isochilus aurantiacus

 

 

Paraphalaenopsis schwierig in der Kultur?

In der Vergangenheit habe ich es einige Male versucht Arten dieser faszinierenden Gattung, die hauptsächlich in Borneo vorkommt, zu kultivieren. Da es sich aber bei den erhältlichen Pflanzen meist um Importstücke ohne lebende Wurzeln handelt, bin ich immer gescheitert und habe sog. Lehrgeld bezahlt.

Seit zwei Jahren kultiviere ich eine echte Alternative, denn die Hybride Paraphalaenopsis labukensis x Vanda alpina, die auch als  Paravanda Brauer LCDO von La Cour de Orchidees 2013 in Kew bei der Registrierungsstelle für Orchideenhybriden angemeldet wurde, sieht, jedenfalls  meine Pflanze,

Paravanda Brauer LCDO
Paravanda Brauer LCDO

der Paraphalaenopsis labukensis sehr ähnlich.

Pflanze wird im First des Glashauses in einem Topf mit grobem Rindensubstrat kultiviert und regelmäßig gedüngt.

Paphiopedilum primulinum

Es ist nicht sicher ob es sich bei den im Handel befindlichen Pflanzen um Paphiopedilum primulinum, welche 1973 von M.W.Wood & P.Taylor in Orchid Review beschrieben wurde, oder doch um Paphiopedilum Pinocchio handelt. Jedenfalls eine recht kleine, kompakt wachsende Pflanze aus Nord Sumatra aus Höhenlagen von 5-500m über NN. Was auch erklärt, warum sie bei uns im Zimmer steht. Ein dankbarer sog. Revolverblüher, d.h. es folgen viele Blüten an einem Blütenstiel nacheinander.

Zum Glück gibt es viele dieser Frauenschuharten inzwischen als preiswerte Nachzuchten.

Paphiopedilum primulinum
Paphiopedilum primulinum

Das Holzschuh Bulbophyllum

Vor einigen Jahren habe ich von Hilmar Bauch eine sogenannte Mutterpflanze von Bulbophyllum frostii erstanden. Sie hat viele Jahre lang nicht geblüht. Inzwischen hängt sie im Dachfirst der temperierten Abteilung und blüht regelmäßig. Dieses Jahr schon zum vierten Mal.

Die Amerikaner nennen diese Orchidee die Holzschuhorchidee. Sie stammt ursprünglich aus Vietnam und wächst in ungefähr 1500m Höhe.

Sie ist ohne Substrat auf Korkeiche aufgebunden und wird regelmäßig angesprüht und gedüngt.

Bulbophyllum frostii
Bulbophyllum frostii

 

Oncidium hastilabium Hybride

Nach über 4 Monaten ist jetzt eine interessante Orchideenhybride bei mir verblüht. Ich habe sie einmal vor Jahren von Alex Portilla als Oncidium hastilabium gekauft. Es hat sich aber herausgestellt es ist eine Kreuzung zwischen Oncidium hastilabium x leucochilum. Interessanterweise hat sich aber der lange Blütenstand von Oncidium hastilabium genetisch durchgesetzt. Die Rispe ist verzweigt und 2,20 m lang, sie hatte ungefähr 80 Blüten. Pflege Kalthaus, sobald der Neutrieb erscheint (bei mir im Spätsommer) mit stickstoffbetonendem Dünger gießen.

Oncidium hastilabium x leucochilum
Oncidium hastilabium x leucochilum

Noch einmal Coelogyne pandurata

Jetzt steht auch die zweite Rispe von Coelogyne pandurata in voller Blüte. Leider hält eine solche Rispe maximal 14 Tage. Trotzdem ist sie eine der spektakulärsten Orchideen und ihre Blüte ist ein Highlight im Orchideenjahr. Nur wenn die Bulben eine ausreichende Größe erreichen, werden im Neutrieb des Folgejahres die Blütenstiele erscheinen.

Coelogyne pandurata
Coelogyne pandurata

Orchideenkultur I

Unsere Orchideen stehen und hängen in einem Gewächshaus der Firma Krieger- Herdecke. Die Bedachung besteht aus Doppelstegplatten (Macralon), welche UV Licht durchlassen. Leider bildet sich an den Innenseiten im Laufe der Jahre eine Algenschicht, die regelmäßig entfernt werden müsste. Was aber nicht immer geschieht, weil das Ausräumen sehr aufwendig ist.

Das Haus ist in eine temperierte und eine kalte Abteilung unterteilt.

Seit einigen Jahren versuche ich so wenig wie möglich zu schattieren, es blühen jetzt auch Orchideen, die vorher nur durch ihre Anwesenheit glänzten. Trotzdem ist die Hitze in einer solchen Kleinanlage immer ein Problem, deshalb nehme ich im Hochsommer weniger Licht in Kauf und bringe Schattiergewebe an.

Blick ins Gewächshaus
Blick ins Gewächshaus

 

Düngung erfolgt mit Orchid Focus Grow und Bloom.

Die aufgebundenen Orchideen werden täglich angesprüht. Im Winter alle 2-3 Tage, denn trockene Heizungsluft ist den teilweise sehr kleinen Montagen nicht zuträglich.

Im Winter bei niedrigen Temperaturen ist eventueller kaltes Tropfwasser ein Problem, führt die Blattflecken.

Gleiches gilt für nicht sauberes Gießwasser, welches zu Bakterien- und Pilzinfektionen führt.

Wichtig für Orchideen ist der Luftaustausch bzw. die Luftbewegung. Dies stellt im Winter ein Problem dar, da man ja die wertvolle Wärme nicht verlieren möchte.

IMG_2659Kultiviert wird auf Korkeichenstücken, Weinreben oder Holunderästen mit oder ohne Sphagnumunterlage. Die getopften Orchideen stehen meist in einem guten Rindensubstrat z.B. von der Firma Currling Orchideen.

Dendrobium Hibiki

Die Dendrobium Hybride Hibiki (D. bracteosum x laevifolium) stellt eine sehr dankbare, reichblühende Bereicherung der Orchideensammlung dar, besonders wenn man die Dendrobien aus PNG mag. Der Vorteil dieser Hybride sie ist, anders als viele Arten, sehr pflegeleicht. Sie wird bei mir im kleinen Topf sehr hell im Dachfirst des Gewächshausers kultiviert. Sie wurde als Jungpflanze bei den Schwertern gekauft und zeigt einen guten Zuwachs. Sie blüht aus den alten, blattlosen Bulben, meist endständig. Die Blüten halten sehr lange (über 3 Monate).IMG_2264