Bulbophyllum scrabatum, das rauhe Bulbophyllum

Dieses Bulbophyllum habe ich vor einigen Jahren unter dem falschen Namen Bulbophyllum thaiorum bei O&M gekauft, es blüht hoch und hell aufgehängt mehrmals im Jahr. Die Pflanze ist sehr kompakt wachsend. Sie sitzt auf einem kleinen Korkstück ohne Unterlage und ist sehr genügsam.

Bulbophyllum scrabatum
Bulbophyllum scrabatum

Pflanze kommt in Assam, Sikkim  Indien, Nepal, Bangladesh, Bhutan und Thailand vor. Höhenlage bis 2000m über NN. Die Bezeichnung  „rauh“ bezieht  sich auf die Oberfläche der Petalen und Sepalen.   Sie wurde 1864 von Reichenbach. f. beschrieben.

 

Bulbophyllum Elisabeth Ann „Buckleberry“

Bulbophyllum Ann "Buckleberry "
Bulbophyllum Ann „Buckleberry „

Dies ist eine der schönsten Bulbophyllum Hybriden. Sie wächst gut ob aufgebunden auf Weinreben oder Korkeichenstücken aber auch im Topf. Sie mag es etwas wärmer, hell und blüht regelmäßig. Sie ist aus Bulbophyllum longissimum x rothschildianum entstanden. Wurde 1969 von J. Chambers in London auf der Sanders List of Orchid Hybrids angemeldet. Ich habe mehrere Exemplare, teils Geschenke, teils als Bulbophyllum rothschildianum gekauft. Denn leider ist im nicht blühenden Zustand eine Unterscheidung von der Art nicht möglich. Die Anführungszeichen deuten darauf hin, dass Buckleberry ein prämierter Klon ist. Also irgendwo auf der Welt einmal eine erste Medaille erhalten hat. Ob allerdings alle „Buckleberry“ wirklich Nachkommen von dieser Pflanze sind, muss oder darf angezweifelt werden.

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Bulbophyllum wendlandianum früh im Jahr

Nach Bulbophyllum ambrosia blüht unter meinen Bedingungen immer schon Ende Januar das Bulbophyllum wendlandianum. Es wurde 1900 von Kraenzlin für Nordmyanmar und Thailand als Epiphyt und Lithophyt in Höhenlagen von 200-2000m  beschrieben. Der Name bezieht sich auf einen Orchideensammler, der im 19.Jahrhundert in Mexiko Orchideen sammelte.  Die Pflanze hat kugelige, eiförmige, gelbfarbene  Bulben (getrennt durch ein ungefähr 4 cm langes Internodium) und ein lanzettiges Blatt, die Blüten bilden, wie bei den Cirrhopetaloides üblich, ein Schirmchen aus bis zu sieben Einzelblüten. Kultur: Aufgebunden ohne Unterlage, täglich oder alle zwei Tage ansprühen, regelmäßig düngen.

Bulbophyllum wendlandianum
Bulbophyllum wendlandianum

Bulbophyllum ambrosia

Wenn Bulbophyllum ambrosia blüht und das tut sie immer im Winter, wird man, ohne dass man sie sieht, im Gewächshaus von ihrem Duft empfangen.

15 B. ambrosia

Sie stammt aus Vietnam und kommt auch in verschiedenen Provinzen von China vor z.B.  in Fujian, Guandong, Hainan, Yunnan und Hongkong. Sie wächst auf Bäumen, welche auf Kalkfelsengrund stehen, kommt in Höhen zwischen 300m und 1300m vor. Sie blüht im Winter und kann von warm bis kalt kultiviert werden. Sie verzweigt sich sehr schnell; ob sie für Vitrinenkultur geeignet ist, vermag ich nicht zu beantworten. Sie ist in der Pflege aber sehr anspruchslos,  bis auf die Blüten, die manchmal von Blattläusen besucht werden.  Der Duft kann als süßlich bezeichnet werden, gemessen an anderen Bulbophyllumdüften finde ich diesen durchaus wohlriechend.

Bulbophyllum lindleyanum selten in Kultur

Ich habe einen Orchideenfreund, der mich seit vielen Jahren regelmäßig mit Bulbophyllum Pflanzen versorgt, denn Bulbophyllen sind neben den Dendrobien eine weitere Gattung, die mich sehr fasziniert. Vor ungefähr 5 Jahren hat er mir einen kleinen Ableger dieser Art verehrt und dieser blüht regelmäßig. Im Sortiment der Schwerter Orchideenzucht habe ich die Pflanze vor Weihnachten 2015 auch entdeckt.

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Die Pflanze stammt aus Indien, Thailand und Myanmar und kann warm bis kalt kultiviert werden, sie soll im Winter blühen. Bei mir blüht sie zweimal, also auch im Sommer. William Griffith beschrieb sie  1851 zu Ehren von Lindley (englischer Botaniker).

Ich kultiviere sie ohne Substrat auf einer Kokosunterlage, bei zu kühlen Temperaturen und gleichzeitig nassem Neutrieb, kann dieser faulen. Aber das ist eigentlich bei Orchideenliebhabern kein echtes Geheimnis.

Bulbophyllum pecten-veneris

Vielen Orchideenliebhabern wird dieses kleine Bulbophyllum unter den Namen tingabarinum bekannt sein, der korrekte Name ist aber Bulbophyllum pecten-veneris. Die Art wurde 1974 von dem bekannten dänischen Diplomat und Orchideenforscher Gunnar  Seidenfaden beschrieben, kommt in Vietnam, Laos, Thailand und China vor, es gibt auch rein gelbe Farbformen.

Bulbophyllum pecten-veneris
Bulbophyllum pecten-veneris

Kultur aufgebunden oder im Topf, blüht bei guter Kultur mehrfach im Jahr.

Bulbophyllum sikkimense

Seit einigen Jahren habe ich einige Pflanzen, die kleine Bulben und ungefähr 5 cm lange Blätter haben, sie wachsen sehr dicht zusammenstehend und können aufgebunden aber auch in kleinen Töpfen kultiviert werden. Sie verzeihen es, wenn sie mal kein Wasser bekommen. Meist blühen sie sie Sommer, so auch jetzt. Leider erscheinen die Blütenstände eher einzeln und zeitversetzt, sodass eine vollerblühte Pflanze eher selten ist.

Bulbophyllum sikkimense
Bulbophyllum sikkimense

Bulbophyllum sikkimense oder roxburghii wurde schon 1912 beschrieben und stammt wie der Name verrät aus Sikkim (Indien) von den Hügeln vor dem Himalayamassiv, Höhenlagen 300-500m über NN.

Das Holzschuh Bulbophyllum

Vor einigen Jahren habe ich von Hilmar Bauch eine sogenannte Mutterpflanze von Bulbophyllum frostii erstanden. Sie hat viele Jahre lang nicht geblüht. Inzwischen hängt sie im Dachfirst der temperierten Abteilung und blüht regelmäßig. Dieses Jahr schon zum vierten Mal.

Die Amerikaner nennen diese Orchidee die Holzschuhorchidee. Sie stammt ursprünglich aus Vietnam und wächst in ungefähr 1500m Höhe.

Sie ist ohne Substrat auf Korkeiche aufgebunden und wird regelmäßig angesprüht und gedüngt.

Bulbophyllum frostii
Bulbophyllum frostii